27.07.2018

Ein fröhliches Herz ist die beste Arznei! (1. Jh. röm. Arzt Galen)

Krebs ruft nicht nur Stress hervor, sondern Stress fördert Krebs, wenn er präsent ist. Ein Teufelskreis der zum Schmunzeln wäre, wäre es nicht so todernst…

Nach dem letzten Gespräch vor zehn Tagen warte ich also auf die Rückmeldung für eine Terminvereinbarung bei der Praxis für Nuklearmedizin in Harburg, denn da soll das sogenannte PET-CT durchgeführt werden. Mit einer minimalen radioaktiven Dosis kann damit genauer erkannt werden, ob eine weitere Bestrahlungs-Behandlung notwendig ist oder nicht. Vor zehn Tagen also sendete die Tagesklinik den Überweisungsschein der Praxis zu und informierten mich auch gleich darüber, dass es ein bis zwei Wochen dauern kann, die Praxis würde sich bei mir melden. In der Zwischenzeit soll ich meine „üblichen“ Medikamente, wie den Magenschoner, das Antibiotikum und das Vitamin D weiter, bis mindestens vier Wochen nach der letzten Chemotherapie einnehmen.

Leider habe ich bis heute nichts von den Nuklearmedizinern gehört… „da rufe ich doch einfach mal selber an“ und erfahre, dass die Praxis einen Antrag bei der Krankenkasse für diese Untersuchung stellen muss und noch keine Rückmeldung (Genehmigung) vorliegen würde. Kurzerhand bei der Krankenkasse nachgefragt, liegt dieser Antrag nun wohl in der Abteilung für medizinische Gutachten – „da kann es schon bis zu vier Wochen dauern bis eine Entscheidung zu erwarten ist“…  ich versuche nicht weiter über meine Enttäuschung und meine Angst nachzudenken, aber einfach mal laut FUCK IT!

Gerade nach der Diagnose und nach den ganzen Behandlungen, bei der  sich alles um dich und deine Genesung gekümmert hat, ist es schwierig zu akzeptieren, dass jetzt wohl erstmal nichts passiert und viele Patient/innen fallen nach der Therapie auch in ein emotionales Loch.

Die „Banalitäten“ des Alltags erhalten wieder Oberhand, du denkst vielleicht über deinen beruflichen Wiedereinstieg nach und gleichzeitig belastet dich die permanente Angst, dass der Krebs zurück kommen könnte. Dabei herrscht um dich herum große Freude, denn du hast den Krebs (vermutlich) besiegt und du hast ein schlechtes Gewissen, weil du dich nicht richtig mitfreuen kannst.
Keine einfache Situation! Ich glaube, es ist sehr wichtig sich selbst und seinen Menschen im Umfeld klar zu machen, dass der Krebs den Rest des Lebens und dich als Mensch verändert hat – mal mehr, mal weniger. Es braucht Zeit und es ist wichtig, dass die positiven Erkenntnisse, die wir über unsere Erkrankung erfahren haben, auch weiterhin einen Platz in unserem Leben erhalten.

Nach telefonischer Rücksprache erfahre ich von der Tagesklinik, dass ich meine Medikamente also ab nächster Woche absetzten und mich gerne, sollte ich mich in der Zwischenzeit nicht gut fühlen, für einer Blutuntersuchung melden kann. Na, dann warte ich wohl erstmal ab und versuche das Positive dieser Situation zu sehen und zu leben! Immerhin habe ich einen Termin für die komplementäre Sprechstunde am UKE Hamburg erhalten (letztendlich über den Email Kontakt, denn telefonisch sind die wirklich NICHT zu erreichen).  Am 24. August 2018 wird dann besprochen welcher Ernährungsplan (mit oder ohne Ernährungsergänzungen) für mich am Besten ist.

Bis dahin sollten mit etwas Glück auch die Gutachter/innen der Krankenkasse entschieden haben, ob das Ärzte-Team, die mich im letzten halben Jahr betreut haben, mit dem PET-CT eine auch wirklich notwendige Untersuchung empfohlen haben… Ohmmm!

24.07.2018

Heiße Versprechen zur Mittagszeit (kleine Textänderungen nachdem der Beitrag gestern auf Grund von „schlüpfrigen Worten“ bei fb nicht veröffentlicht wurde. 😉

In diesen heißen Tagen gehe ich die Woche ruhig an. Mit einer entspannten Gassi-Runde und einem Besuch bei der Apotheke, denn ich muss noch zwei Medikament holen. Diesmal reicht die kleinste Verpackungsgröße, da ja hoffentlich bald Schluss ist mit der wöchentlichen Großprojekt „Medikamenten-Planung“! Später läuft bei uns durch die Ferienzeit und meine aktuelle Situation auch mal der Fernseher zur Mittagszeit. Mal sind es Serien, die Nachrichten oder ein Mittags-Magazin. Bei der Werbung wird In der Regel weg gezappt, aber keine Regel ohne Ausnahme – ich glaube es rappelt! „Es rappelt im Karton, Ton, Ton, Ton, Ton…“ Ok, der Spot ist schon etwas her und hinterließ, wie man sieht, einen bleibenden Eindruck. 😉 Doch was will uns, beziehungsweise unseren Kids (= älter als Kindersender), die ja gerne mal tagsüber vor der Kiste sitzen, dieser Spot genau sagen? Du bist nur glücklich, wenn du die Fähigkeit besitzt einen Or…mus zu kriegen oder ihn so lange wie möglich heraus zögern kannst? Damit du das erreichst, brauchst du einen Vibrator, einen Or…mus-Gel oder im besten Falle ein ganzes S.x-Set – äh, what?!?

Es reicht heute also nicht mehr ein Gefühl dafür zu entwickeln welcher Partner zu dir passt, vorsichtig aufeinander zu zugehen, Vertrauen wachsen zu lassen, um Gefühle zeigen und empfangen zu können, sich ehrlich auszutauschen und aufeinander einzugehen. Und warum? Weil man damit Geld verdienen kann und offensichtlich bereits Kids als Marketing-Gruppe damit aufwachsen, dass es die intimsten Gefühle auch zu kaufen gibt…

Letztendlich ist es nur eine von unzähligen Werbungen die uns täglich berieseln und uns glaubhaft machen wollen, dass wir Dieses oder Jenes brauchen, um glücklich zu sein. Wir Erwachsene können den Wahrheitsgehalt dieser Werbungen besser einschätzen – aber auch nur, weil wir ohne die effizienten und großartigen TV-Marketig-Strategien aufgewachsen sind. Unsere heranwachsende Generation kann es jedoch nicht besser wissen.

Verhindern können wir das vermutlich so wenig wie das Handy in noch viel zu kleinen Kinderhänden und Verbote machen bekanntlich vieles noch attraktiver. 😉 Doch mit etwas Zeit für persönliche Gespräche und Neugier an ihren Interessen können wir unseren Jungs und Mädels hoffentlich klar machen, dass sie für eine schöne, intime Beziehung nicht zwingend Vibratoren ect. benötigen.;-)

Ich erhole mich nun langsam weiter von der Chemo, die Erkältung ist auch überstanden und lebe meine „Wechseljahre“ mit den Hitzewallungen und den verschiedenen Symptomen voll aus! Nich so schlimm, denn wie ich gerade in der folgenden Werbepause informiert wurde, gibt es ja eine Feuchtcreme gegen Scheidentrockenheit… 😂

20.07.2018

Besuch von Laura

Vor einiger Zeit schrieb ich einige Zeitschriften mit der Bitte an, mich bei meinem Ziel viel mehr Menschen offen, informativ und so positiv wie möglich auf das Thema Krebs aufmerksam zu machen, zu unterstützen.
Warum? Weil zwar Krankheit und Schicksalsschläge zum Leben dazu gehören, aber das Leben trotzdem schön, wenn auch nicht immer einfach ist…

Ich möchte Mut machen, hinzusehen und durch Informationen mit etwas Humor vielleicht auch ein wenig die Angst vor Krebs zu nehmen. Schließlich hört man sonst nur die Schreckensgeschichten…

Also hatte sich die Redaktion der Zeitschrift Laura darauf hin bei mir gemeldet und gestern war es dann tatsächlich soweit, dass die „Laura“ mich bei uns zu Hause besucht hat!
Wir haben viel geredet, gelacht und es sind einige ganz tolle Fotos dabei entstanden! Bei der einen oder anderen Frage musste ich schon ein klitzeklein wenig die Tränen zurückhalten… doch mit diesem tollen und sympathischen Team war es von Anfang an eine sehr entspannte Atmosphäre und damit eine wirklich sehr coole Erfahrung! Ich will gar nicht zu viel verraten. Schon zum 1. August 2018 soll der Beitrag erscheinen – ich bin ja sooo gespannt!😃

Erschienen ist am Abend auch unser Trainer Nils! Durch die Reise nach Zürich und durch die Erkältung konnte ich über zwei Wochen nicht trainieren… der Muskelkater sei mir gewiss.😜 Nun starte ich also in die chemo-freie (hoffentlich auch noch bestrahlungs-freie) Zeit und genieße es, wie sich mein Körper langsam von den Strapazen der Therapie erholt. Dabei unterstützen könnten neben Sport, gesunder Ernährung und Anti-Stress Management auch gezielte Nahrungsergänzungen. Doch um bei diesem Überangebot den Durchblick zu behalten und die richtigen, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten, Maßnahmen ergreifen zu können, braucht es professionelle Hilfe. Die bietet „eigentlich“ die komplementäre Sprechstunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Leider konnte ich heute selbst nach mindestens zehn Anrufen und gefühlten zwei Stunden in der Warteschleife niemanden erreichen. Na mal abwarten, neue Woche, neues Glück!

18.07.2018

Das Publikum ist gespannt – Licht aus, Spot an!

Es erinnert mich an meine Bühnenauftritte. Während andere Stunden vor der Show schon nervös und aufgeregt herum sprangen, war ich die Ruhe selbst – bis kurz vor dem „Go“! Einige Minuten vor Showbeginn fängt auch mein Puls an zu steigen, in meinem Kopf tanzen die Affen und wenn es ganz schlimm ist, wird mir richtig übel. Soweit ist es jetzt in diesem Augenblick nicht.😊

Ich sitze im vertrauten Warteraum der Tagesklinik und warte auf mein Gespräch mit der Ärztin. Mir gehen dabei die Anfangszeit meiner Erkrankung durch den Kopf und die tapferen Patient/innen, die auf der Station sozusagen unter Karatäne waren, weil sie vermutlich wegen einer Stammzellen-transplantation nur unter strikten Hygienemaßnahmen Kontakt zu anderen Menschen haben durften. Es gibt also noch viele weitere Behandlungsmöglichkeiten, falls die Lymphome doch noch nicht vollständig verschwunden sein sollten oder vielleicht wiederkommen. „Da ist noch viel Luft“, denke ich mir und warte weiter… 😉 vielleicht erinnert ihr euch – abwarten ist eine der Fähigkeiten, die ich seit meiner Erkrankung am meisten geübt und praktiziert habe – vor allem im Krankenhaus! 😉

Weil heute ein wichtiger Termin ist und neben meinem „Chemo-Brain“ das Adrenalin zusätzliche Konzentrationsschwächen hervorrufen kann, habe ich mir ein paar Notizen und Fragen für die Ärztin notiert. Wichtig sind vor allem Dinge, die einen beschäftigen oder sogar Angst machen. Kürzlich beispielsweise habe ich bei einer kleinen Recherche für den Blog auf einer Seite gelesen, dass ich gemäß meinem Krebsstadium eine Patientin mit geringer positiver Prognose bin. So etwas ist ein Schlag in die Magengrube! Und auch wenn mir klar ist, dass es aus rein medizinischer Sicht solche Statistiken braucht um eine Eingliederung der unterschiedlichsten Diagnostiken darzustellen, beschäftigt es mich! „Bezieht sich die wenig positive Prognose auf den Verlauf der Therapie oder auf die Möglichkeit eines Rückfalls?“ So etwas mit sich herum zu schleppen belastet viel zu sehr. Darum ist es wichtig an die vielen Möglichkeiten, die es noch gibt, zu denken, den Stier bei den Hörnern oder auch gerne mal bei den Eiern zu packen!

Last but not least hier die Ergebnisse: Die Befunde sehen sehr gut aus, alles an Lymphomen, so scheint es, ist nicht mehr zu sehen. Nur bei der weiterhin etwas vergrößerten Milz sind sich die Ärzte nicht ganz sicher, ob es sich nur um Narbengewebe handelt, oder ob da noch was „lebt“.

Darum werde ich in 1-2 Wochen noch einen Termin für ein PET-CT erhalten . Dabei wird eine leicht radioaktive Lösung injiziert, die meine inneren Werte im schlechteren Falle zum Leuchten bringen würde. Das würde dann bedeuten, dass eine weitere Bestrahlungs-Therapie notwendig ist. Im besten Falle leuchtet beim CT gar nichts – schließlich leuchten meine Werte  ja nicht für jeden!
Somit also doch nochmal abwarten und sich über die langsam vorschreitende Regeneration nach der Chemo freuen!👍😃🍀

17.07.2018

Himmel, Arsch und Zwirn, jetzt han i no de Schuderi!

Das Mitbringsel aus der Schweiz ist diese blöde Erkältung, die mich weiterhin in Schacht hält… von den Halsschmerzen zu einer echten Schnupfnase, entwickelt sie sich darauf weiter zu einer Bronchitis, wobei jedes Husten schmerzt und der Kopf dabei lustig mit dröhnt… Ihr könnt euch nicht vorstellen wie endgenervt und deprimiert ich gerade darüber bin!!!

So gefreut habe ich mich auf die Zeit nach den etwas doofen Nebenwirkungen der letzten Chemo. Wie ich mich täglich besser, kräftiger und mit Sport wieder stärker und ausgeglichener fühle, damit ich in einem verhältnismässig gutem Zustand in die eventuell noch anstehende Bestrahlung gehen kann – und jetzt?!? Liege ich so flach, wie selten während der letzten Monate, weil der Infekt mich auch ohne Fieber schwächt und leider auch demotiviert.
Das ist doch zum Haareraufen (die ich weiterhin nicht habe), zum Kotzen und zum Heulen!!! Oh man, das musste jetzt mal raus…

Am allermeisten ärgere ich mich ja über mich selbst! Weil ich so unachtsam am vorletzten Abend in Zürich freundschaftlich vertraut mir ein Gläschen mit meiner lieben Freundin Doina geteilt habe. Dass sie mir zwei Tage davor schon erzählte, dass sie sich leicht erkältet fühlt, habe ich schlicht vergessen…. den Rest der Geschichte kennt ihr schon. 😉

So oft habe ich einen Mundschutz getragen. Teilweise zur Sicherheit der Mitpatienten oder beispielsweise während dem Einkauf, zum Schutz für mich selbst. Ständig habe ich eine kleine Handdesinfektion in der Tasche und nutze sie nachdem ich an öffentlichen Orten war oder wenn ich in die Tagesklinik gehe – nie habe ich mir einen Infekt eingefangen. Allerdings habe ich seit meiner Erkrankung auch nie mit jemandem das Glas geteilt…. wie heißt es so schön, „geteiltes Leid ist halbes Leid!“  Hab dich lieb meine Diva!

Damit ist genug gejammert! Das ist sowieso nicht meine Art. 😉 In den vergangenen zwei, drei Tagen kreisen meine Gedanken auch ständig zwischen Hoffnung und Unsicherheit. Durch die bevorstehenden Ergebnisse von MRT und CT wird mir bewusst, wie geprägt mein Unterbewusstsein von „ach, mach dir nicht zu viele Hoffnungen, du könntest enttäuscht werden“, ist. Ich bin und möchte kein Kontrollfreak meiner Gedanken sein, will aber meinen Ängsten dennoch Paroli bieten und bin dadurch (auch ganz ohne Drama) hin- und hergerissen.

Ob nun krebskrank oder nicht, vermutlich gibt es tausende von Situationen, in denen wir uns so fühlen und die Kunst dabei die Balance zu finden, ist gar nicht so leicht!

15.07.2018

Fotoshooting der inneren Werte mit einer Krankenschwester der etwas anderen Art!
Die Halsschmerzen sind beinahe weg. Die haben sich nämlich hochgeschlichen zu einer ordentlichen Schnupfnase, doch das sollte für die abschließende Chemotherapie-Untersuchung (MRT & CT) nicht weiter hinderlich sein. Malte ist mein Fahrer, da ich für das CT wieder einen Medikamenten-Cocktail benötige, der es in sich hat.
In der Radiologie angekommen erhalte ich wieder einmal einen dieser Aufklärungs- und Fragebogen. Zum einen ist das für mich ein stetig unbeliebter Beipackzettel, zum anderen ein Fragebogen, den ich gefühlt schon zwanzig mal ausgefüllt habe… doch siehe da, beim Thema Körperschmuck werde ich aufmerksam. Ich bin diesbezüglich noch jungfräulich, doch was ist mit der Spirale?!?

Schon werde ich aufgerufen und in die Umkleide gebeten. „Bitte alles ausziehen, bis auf die Unterhose und die Socken, dann das bereitgelegte Hemd mit Hose anziehen, ich hole sie dann ab.“ Ich lege also meine Sachen ab und ziehe einen Pyjama-Traum in himmelbau an, um mich ein paar Minuten später von der Krankenschwester beim Durchgehen des Fragebogens aufklären zu lassen, dass die Spirale durch das Magnet des MRT´s vielleicht etwas verrutschen könnte. Dies sollte ggf. mal beim Gynäkologen überprüft werden. Ok, noch ein Arzttermin, so kommt wenigstens etwas Abwechslung in meine Termine. 😉

Die Krankenschwester ist jung, ca. fünfundzwanzig Jahre und in ihrer Art ganz schön klugscheißerisch unterwegs. Sie geht den Fragebogen weiter durch, „allergische Reaktion auf Kontrastmittel?“ Ich: „Ja, beim ersten CT…“, da quatscht sie dazwischen: „Dann müssen sie hinschreiben auf Jod allergisch. Hier verwenden wir ja keine jodhaltigen Kontrastmittel.“ Ok, ich nehm das erstmal mit einem „Aha“ so hin. Danach muss die Venenkanüle gelegt werden und ich folge ihr schweigend in meinem himmelblauen XXL Pyjama. Wir kommen in einen Vorraum mit einem riesigen, dunkelblauen Transportstuhl, daneben steht noch ein Hocker sowie eine Krankenliege. Sie geht auf ihren Arbeitsroller zu sagt: „Setzen sie sich.“, ohne mich dabei anzusehen. Ich, von dem Riesen-Stuhl kurz irritiert, frage: „Dahin?“ Da antwortet sie in einem ganz leicht genervt, aber immer noch pseudo-freundlich Tonfall: „Also ich kann hier nur einen Stuhl sehen!“ Ich deute auf den Hocker und da ergänzt sie: „Na, das ist ja wohl kein Stuhl, sondern ein Hocker!“ Ich setzte mich langsam in den großen Stuhl, schaue sie mir dabei mal genauer von der Seite an und antworte ruhig: „Ach so, sie sind Eine von den ganz Schlauen.“ Der Wink scheint angekommen, denn von da an ging’s auch normal, freundlich weiter. 😉

Für die Vorbereitungen des MRT erhalte ich Ohrstöpsel, Kopfhörer, etwas wie eine schwere, weiße Pferdedecke auf den Bauch gelegt und eine Art überdimensionale Halskrause. Eine weitere Krankenschwester erklärt, dass sie mir über den Kopfhörer Ansagen zur Atmung geben wird. Wichtig dabei ist „normal“ und nicht extra tief ein- und auszuatmen. Teilweise soll man nach dem Ausatmen auch mal dreizehn Sekunden gar nicht atmen. „Das ist zu schaffen“, denke ich und es kann losgehen!

Dieses hämmernde, laute Geräusch empfinde ich manchmal als echt grenzwertig, doch ich gehe gedanklich durch die ganze Wohnung meiner Oma, in der wir sie als Kinder öfter besucht und gerne für einige Tage übernachtet haben. Ich versuche mich daran zu erinnern, wie jedes Zimmer ausgesehen hat und welche Situation mir dazu spontan einfällt oder in welchem Raum ich bestimmte Dinge besonders mochte. Im Kinderzimmer, neben dem Bett hing zum Beispiel ein großes Fell an der Aussenwand. Ich liebte es, beim Aufwachen mit meiner keinen Hand darüber zu streichen. Oder wie wir mit Oma am Küchentisch sassen und sie plötzlich vor Lachen ihren Kaffee auspustete, weil wir zwei Kleinen irgend etwas lustiges gequasselt haben… schwubs, werde ich aus der Röhre gefahren und ich darf mich zum CT verabschieden.

Ich ziehe mich um, gehe den Flur weiter runter, wo man sich kennt und mich bereits erwartet. Der Antiallergikum-Coktail für das nun jodhaltige Kontrastmittel wirkt innert Minuten. Während ich im Warteraum also auf mein nächstes Shooting warte, schließe ich immer wieder die Augen und mein Kopf fällt unkontrolliert mal nach vorne, zur Seite oder in den Nacken… kurz bevor ich mich neben die älteren Lady, die in ihrem Krankenbett auf dem Flur wartet, lege, werde ich zur Untersuchung gerufen. Beinahe schlafwandelnd betrete ich den Raum. Die Klimaanlage ist wie immer zu niedrig eingestellt und ich bin froh, dass ich nur meinen BH abnehmen muss. Fünf Minuten später sind die Bilder im Kasten und durch die Frische bin ich ein wenig wacher. So schaffe ich es auch ohne merkliche Artikulationsschwierigkeiten Malte anzurufen, damit er mich nach Hause fahren kann. Ich bin ein Mensch, der grundsätzlich wenig Schlaf braucht, der immer noch etwas sieht was erledigt werden sollte, bevor ich mich ausruhen kann – selten habe ich mich so auf mein Bett gefreut wie in diesem Augenblick!

13.07.2018

Freitag der 13. – ja klar! Heute vormittag stehen die abschließenden Untersuchungen der Chemotherapie an. Von MRT bis CT,  von Kopf bis Hüfte werde ich durchleuchtet und fotografiert was das Zeug hält. Wer also noch einen Daumen frei hat, den er für mich drücken kann – los damit und Danke! Ergebnisse gibt es aber erst in einer Woche.;-)

11.07.2018

Zwischen zwei Stühlen hin und her gerissen… Bei der Blutkontrolle erhalte ich grünes Licht. Eine Transfusion ist nicht notwendig, auch wenn die Anzahl der roten Blutkörperchen einen erwachsenen Mann unter den Tisch fallen lassen würde.😉 Mein Körper hat sich langsam daran gewöhnt, wobei ich mich durchaus noch besser fühlen könnte. Der Tag ist noch jung und wir fahren auf’s Land zu meiner Mama. Leider geht es ihr heute nicht gut und als ich an ihrem Bett sitze und ihr die Hand halte fällt mir auf wie gefasst und aufmunternd ich mit ihr spreche, obwohl sie Schmerzen hat und ich sehe wie schwach sie geworden ist.

Später fällt mir auf, dass ich eben bei meiner Mama genauso stark war, wie meine lieben Mädels bei unserem Wiedersehen vor ein paar Tagen. 😊 Vermutlich ist es ein Beschützer-Instinkt einem Schwächeren die starke Schulter anzubieten. Denn wenn jemand genauso leidet, wird der/die Kranke, wird diese/r noch in die Situation gebracht den Anderen zu trösten.
Aber leicht fällt es mir nicht – weder meine alte, noch meiner neue „Rolle“ in meiner Familie zu finden – es ist ein wenig, wie zwischen zwei Stühlen zu sitzen.

Da mein Appetit trotz Chemotherapie nie wirklich in Mitleidenschaft gezogen wurde, freue ich mich sehr am Abend bei leckerer Pizza vom Lieferanten „Dieci“, einem Glas Wein und der ausgegrabenen Fotobox die alten Zeiten von uns Mädels zu zelebrieren. Doina, in deren Haus am See wir gerade wohnen, Maya und ich haben zusammen so einiges in unserer Teenie-Zeit erlebt!

Am Dienstag morgen wache ich mit starken Halsschmerzen auf! Ich nehme sofort die Antibiotika, die ich für das Eintreten einer Infektion mitgenommen habe. Natürlich fühle ich mich ziemlich mies, aber Fieber scheine ich bis jetzt nicht zu haben, denn bei einer Temperatur von 38,5 muss ich ins Krankenhaus, da ich aktuell kein funktionierendes Immunsystem habe. Es ist morgens um 09:30 Uhr und unser letzter Tag in Zürich. Das Wetter ist ein Träumchen und mir gehen verschiedene Szenarien durch den Kopf:

Angeschlagen hierbleiben, hoffen dass kein Fieber dazu kommt und wie geplant morgen fahren.

Angeschlagen hierbleiben, Fieber kriegen und in einem miserablen Zustand die morgige, lange Autofahrt überstehen.

Angeschlagen hierbleiben, zum Onkozentrum gehen, die mich evt. ins Krankenhaus einweisen.

Jetzt alles packen, Kurzbesuch bei Mama und Maya zum Tschüss sagen und heute noch losfahren, damit wir im schlechtesten Falle alle zu Hause sind.

Malte und ich sitzen beim Frühstück, sehen uns an und entscheiden uns für Letzteres. Bis alles gepackt ist und wir noch auf einen Sprung bei Mama vorbei schauen, ist es schon früher Nachmittag. Ich bin sehr froh, dass es ihr etwas besser geht und als wir uns zum Abschied umarmen, verabreden wir, dass wir uns spätestens Anfang Dezember zu ihren achtzigsten Geburtstag wieder sehen werden… beide wissen wir, dass es auch gut anders kommen kann, denn keiner weiss wie lange wir noch hier sind und so starten wir gegen 15:00 Uhr Richtung Hamburg. Ab diesem Augenblick sitze ich tief traurig, auch irgendwie erleichtert und ziemlich fertig neben Malte. Minutenlang weine ich dicke Tränen, nicht in der Lage auch nur ein Wort zu sagen.

Nach einer Pause um ca. 22:00 Uhr fahren wir durch Starkregen, so dass unser Wagen zweimal droht bei Aquaplaning auszubrechen. Im gleichen Augenblick fassen Malte und ich den Entschluss von der Autobahn zu fahren um erstmal abzuwarten. Zufälligerweise gibt es an dieser Raststätte ein Autobahn-Hotel. Das Regenradar verrät uns, dass wir mindestens noch die nächsten 200 km mit diesem Regen rechnen müssen und wir beschießen im Hotel ein Zimmer anzufragen. Das einzig freie Zwei-Bett-Zimmer mit Not-Zustell-Bett auf ca 12 qm, hat die Zimmer Nr. 111. Wir schauen uns an und buchen. Zehn Minuten später stehen wir zwei Erwachsene, ein Pubertier und der Hund nur mit dem Nötigsten in dem kleinen Zimmerchen. Als wir das Fester öffnen um der stickigen Luft zu entgehen, dröhnt (wen wundert es…) ohrenbetäubend der Lärm der straßennassen Autobahn herein. Ich versuche gute Stimmung zu machen und erzähle was von Abenteuer – nur wer braucht denn bitte solche Abenteuer in unserem Alter?!?

Mein Körper kämpft gegen den Infekt, dadurch schlägt das Herz schneller und die Halsschmerzen sind echt lästig. Eine Paracetamol, zwei heftige Schweissausbrüche und ca. fünf Stunden später drehe ich mich immer noch hin und her und kann nicht schlafen. Den drei anderen ergeht es nur wenig besser und so ziehen wir um 04:30 Uhr morgens weiter.  Es regnet nicht mehr, doch die Luft ist feucht und schwer.  Der Himmel ist nur noch teilweise bedeckt und wenig später fahren wir durch die von Nebelschwaden behangenen Kasseler Berge einem wunderschönen Sonnenaufgang entgegen.

08.07.2018

Es hat sich einiges verändert, aber im Kern sind wir die Gleichen…

Ganz in der Nähe unserer Unterkunft liegt nicht nur das Onkozentrum sondern auch der Stadtteil Zürich-Wollishofen. Hier lebte ich vor über zwanzig Jahren mit meiner Zwillingsschwester Maya und ihrer kleinen Tochter Kim, bevor es mich in die große, weite Welt hinauszog. Also fahren wir nach der Blutentnahme kurz an der früheren Wohnung, der Straßenbahn-Haltestelle, an der ich täglich stand und dem kleinen Stamm-Café vorbei. Klar, es hat sich einiges verändert – wie bei uns, aber im Kern sind wir doch immer noch die gleichen. 😉

Heute feiern wir bei einem Abendessen die sehr erfolgreich abgeschloßene Lehrabschußprüfung der nun großen Kim. Es ist wirklich berührend zu sehen, was für eine schöne, liebevolle und erwachsene Frau aus diesem kleinen Mädchen geworden ist!

Es ist ein herrlich, sommerlich warmer Abend,  dass ich für den Besuch im Restaurant auf ein Kopftuch verzichte. Als wir uns alle an den schönen Tisch draußen gesetzt haben, fahre ich mir kurz über meinen Kopf und bemerke  eine kleine Beule am Hinterkopf… ich überlege, „war da schon immer eine Erhebung???“ Ich bitte Joshua, der neben mir sitzt, kurz nachzusehen – da prustet er los, „es hat dich wohl etwas gestochen“ und tatsächlich, auf meinem hellen, kahlen Köpfchen leuchtet nun eine Fingerkuppen-große, gerötete Beule! Wie ein kleines, rotes Martinshorn auf meinem Kopf! Es gibt noch viel zu lachen an diesem Abend und dadurch vergesse ich ein wenig meine Schwächesymptome. Ein wirklich schöner Abend geht vorbei.

Zurück in der Gästewohnung im Haus meiner lieben Freundin, überkommt mich leider eine Hitzewallung nach er anderen. Es ist die Schwäche und der Sommer und leider bringt auch das leichte Gewitter kaum Kühlung in dieser Nacht. Es fällt mir also etwas schwer Schlaf zu finden und darum freue mich beinahe ein wenig, als der nächste Tag mit leichtem Regen beginnt. Maya und ich haben uns verabredet im schönen Zürich-Land mit den Hunden einen längeren Spaziergang durch die Wiesen und Felder zu unternehmen. Es ist die perfekte Umgebung für ein ausgiebiges Gespräch unter Schwestern, denn hier können wir die Hunde problemlos frei laufen lassen. Genau diese Freiheit riecht und liebt Fido und somit stört der strömende Regen uns alle nicht. Nach einer Weile schaue ich mich wieder einmal um, um zu sehen, dass Fido in meiner Nähe bleibt. Da wälzt er sich plötzlich in Mitten eines riesigen Kuhfladens und lässt seiner Liebe zur Natur freien Lauf…. ich rufe ihn ab, doch es ist zu spät – von Kopf bis Fuß, von vorne bis hinten eingesaut, trabt er munter auf mich zu! Prompt in diesem Moment erreicht mich auch ein Anruf meiner „Männer“, die diese Zeit für wichtige Einkäufe bei der Lindt-Schockoladen-Fabrik nutzen. Der Regen wird nun noch stärker und ich bleibe einen Moment stehen, um den Anruf entgegen zu nehmen. Dass wiederum sieht Fido als Einladung seine nasse und abscheulich stinkende Schnauze an meinen Beinen abzuschubbern!!! Malte erzählt mir von den wohl riechenden und schmeckenden Schokoladen-Proben und es gab wohl kaum einen Moment, in dem er erleichterter war gerade nicht bei mir zu sein…

Nach einer aufwendigen Waschaktion kann auch unser geliebter Vierbeiner beim Brunch am Sonntag teilnehmen. Das wieder sonnige Wetter lädt dazu ein, das Ganze im Garten stattfinden zu lassen, was wiederum hilft den noch etw. strengen Geruch von Fido zu ignorieren. 😉 Mit der ganzen Familie und Freunden genießen wir einen wundervollen Sonntag am See. Noch nicht ganz fit, aber es geht mir besser. Und so drehen Malte, Joshua und ich abends, nachdem sich die „Schweizer-Mischpoke“ wieder verabschiedet hat, noch eine Runde durch das Niederförfli (die Zürier Altstadt). Dabei darf ein Besuch beim Sternen Grill am Bellevue Platz mit Servelat (Wurst) und Bürli (Brötchen) natürlich nicht fehlen. Es ist ein milder Sommerabend und wir schwelgen in Erinnerungen, als wir auf dem Rückweg zum Wagen am Stadthaus (das Rathaus in Zürich) vorbei schlendern. Im Dezember vor zwanzig Jahren haben Malte und ich da geheiratet – ich liebe dich mein Schatz!

06.07.2018

Summerfeeling!
Schon am nächsten Morgen um acht Uhr hatte ich meinen Termin für die Blutentnahme im Onkozentrum Zürich. In Flipflops, kurzer Jeanshose und einer Tunkia stehe ich bei der Anmeldung. Die Mitarbeiterin lächelt mich etwas fragend aber freundlich an. Vermutlich sehe ich eher nach einem Badeausflug als nach einem Arzttermin aus. 😉 Nach einem kurzen „Fingerpieks“ für die Blutentnahme erfahre ich im Behandlungsraum, dass die Werte noch ok – weil erst auf dem absteigenden Ast – sind und dass der Professor selbst an der Entwicklung meiner Chemotherapie mitentwickelt hat. Diese CHOP-Therapie hätte jedoch in der Schweiz nie richtig Fuß gefasst, weil die Nebenwirkungen wohl als zu hoch eingestuft wurden. Interessant – natürlich wurde ich auch über mögliche Nebenwirkungen inklusive eventueller Langzeitschäden informiert und wie es scheint hatte ich Glück, dass ich meine Fingerkuppen noch spüre auch wenn ein ganz leichtes Taubheitsgefühl vorhanden ist.
Gleichzeitig hoffe ich zur Zeit inständig, dass meine Fingernägel nicht auch noch abfallen. Die Auswirkungen der Chemotherapie sind durch tiefe Rillen und einer leichten Verfärbung an den Nägeln deutlich zu sehen und ich hörte von Patient/innen, denen genau das passiert ist. Auf Schwiizerdütsch gibt es eine Redewendung für solch unschöne Dinge: „Da rollt´s der d’Nägel ufe“, was soviel bedeutet wie, „da rollt es dir die Fingernägel hoch“ – passender geht es ja wohl kaum… 😉
Der Professor möchte mich in einigen Tagen noch einmal sehen, also vereinbare ich einen weiteren Termin und bezahle die Rechnung. Knapp einhundertzwanzig Schweizer Franken für ärztliche und technische Leistungen inklusive Labor – ein Schnäppchen im Vergleich zu den kleinen Bauch-Spritzen (5 Stk.) für knapp tausend Euro!
Und nicht vergessen die Rechnung für die Behandlungen einzustecken! Denn ohne diese wird es schwierig, bis fast unmöglich, die Kosten von der Krankenversicherung wieder einzufordern.
Am Nachmittag kommt meine geliebte Zwillingsschwester Maya im Haus unserer Jugend-Freundin vorbei. Überrascht wie entspannt und gefasst sie mich begrüßt (ebenso wie unsere Freundin mich am Vortag willkommen geheißen hat), versuche ich tapfer zu bleiben und nicht wie ein Wasserfall loszuheulen. Doch einige Tränchen fließen – ja, ich bin immer noch sehr gefühlsduselig und hoch emotional unterwegs. Die beiden anderen sind jetzt die tapferen und starken Frauen und ich…
muss mich wohl erst wieder finden.
Gemeinsam genießen wir einen wundervollen Sommertag im Garten direkt am See. Die Hunde vertragen sich und spielen miteinander, die Kinder gehen schwimmen und wir bereiten das Abendessen vor. Als ich mich dazwischen hinlege, denke ich darüber nach woher sie diese Stärke und Zuversicht nehmen, ohne dass wir uns seit der Diagnose persönlich sprechen, trösten und Mut zusprechen konnten? Aber ich bin unendlich froh und erleichtert, dass sie für mich nun kleine Heldinnen sind!
Am nächsten Tag besuchen wir Mama und meinen Bruder. Sie leben noch in dem Dorf, in dem Maya und ich aufgewachsen sind. Als wir durch die alte Dorfstraße fahren, an dem Laden vorbei, an dem ich regelmäßig, aufgeregt die neueste Ausgabe der BRAVO gekauft habe, an der alten Schule vorbei bis zur Kirche, die jeden morgen um 06:00 Uhr für fünf Minuten geläutet hat.
Dabei fällt mir auf wie nostalgisch ich geworden bin. Viele dieser Sachen sind mir wichtiger geworden, als bei den Besuchen davor. Leider geht es unserer Mama gesundheitlich nicht gut, sie wird dieses Jahr achtzig Jahre alt, aber auch sie schlägt sich wirklich tapfer!
Als wir uns in ihrem kleinen Wohnzimmer gemeinsam Fotos von meinem ersten Bürstenschnitt ansehen, stellen wir fest, wie sehr ich mit dieser Frisur meinem zweiten Bruder geglichen habe, bevor er kurz nach der Lungenkrebs-Diagnose gestorben ist. An dieser Stelle: „Peace mein Lieber, wo immer du jetzt bist!“
Ich bin mir sicher, er ist in unserer Nähe und chillt bei einem gemütlichen Waldspaziergang – nach Möglichkeit mit einem kleinen Jointchen. 😉