31.08.2018

Wie ist eigentlich der Stand der Dinge oder

wie man zwei Stunden durchgehend am Telefon verbringen kann, während dessen maximal fünf Minuten mit drei durchaus freundlichen Menschen gesprochen wird, dabei insgesamt vier Telefonnummern erhält und am Ende trotzdem nicht schlauer ist als vorher – wie das geht? Das frage ich mich auch! Denn ich will doch nur wissen, wie weit die Bearbeitung meines Umstellungswunsches betreffend der Rehabilitationsklinik ist…

Den Antrag mit dem dazugehörigen Attest und den Untersuchungsberichten  habe ich vor zwei Wochen an den Kostenträger (Rentenversicherung) geschickt und bis heute keine Rückmeldung erhalten – selbstverständlich ist mir klar, dass das jetzt gar nichts besonderes ist. Aber nachdem ich ja nun schon knappe vier Wochen auf die Genehmigung des PET CT`s warten musste, versuchte ich einfach mein Glück und frage bei meiner Rentenversicherung telefonisch nach.

Erster Versuch: Hotline für den Standort Hamburg, in der Wartezeit von ca. 10 Minuten werde ich in der Warteschleife ununterbrochen um ein wenig Geduld gebeten, weil der nächste Mitarbeiter sich gleich Zeit für mich nimmt. Plötzlich ändert die Ansage auf: „Leider sind alle Mitarbeiter im Gespräch. Bitte versuchen sie es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal.“ Klick, raus bin ich! Das Ganze wiederhole ich dreimal, bis sich gut 30 Minuten später eine nette Frauenstimme meldet. Von ihr erfahre ich, dass ich mich bei den Kollegen der Arbeitsgemeinschaft gegen Krebs melden sollte und erhalte eine Rufnummer.

Zweiter Versuch: „The same procedure as before“.

Mit der dritten Telefonnummer und eine gefühlte Ewigkeit später erhoffe ich mir endlich eine Antwort auf meine Frage. Doch leider werde ich auch hier mit einer WEITEREN RUFNUMMER vertröstet! Allerdings mit der kleinen Zusatzinfo, dass mein Umstellungswunsch gerade gestern an die Kollegen in Bremen (dessen Telefonnummer ich jetzt habe) gefaxt wurde…

Es wäre beinahe zum Totlachen, wenn es nicht der unglaubliche, unfassbare, verwirrende und ganz normale bürokratische Wahnsinn wäre!

Psychisch befinde ich mich zur Zeit in einer mich ständig fragenden Phase, ob noch alles in Ordnung ist und nicht neue, kleine Krebsscheißerchen sich in mir breit machen. Es ist immer noch verunsichernd, dass erst im November 2018 wieder die Lampen angeschaltet werden, um mich zu durchleuchten. Mir ist klar, es wird so bleiben: die Fragezeichen werden weniger, aber sie werden bleiben. Mit ihnen allerdings auch das Bewusstsein, das Leben zu leben, zu genießen und zu lieben. Physisch kämpfe ich mit regelmäßigem Training weiter an der Front gegen diese fiesen Gelenkschmerzen und selbst wenn es eine entzündliche Gelenkerkrankung wie Rheuma oder Arthrose wäre ist es nicht so schlimm – daran kann man zumindest nicht sterben! ;-)))

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