27.09.2018

Termine, Termine, Termine
Nach knapp zwei Stunden Fahrt bin ich im Klinik-Schloss Schönhagen angekommen. Ein wirklich schönes Gebäude mit einer einladenden, großen Steintreppe zum Haupteingang. Der Empfangsbereich in hellblau mit den nachtblauen Samtsesseln erinnert mich an ein etwas in die Jahre gekommenes Hotel. Doch dass das hier kein Urlaub ist, wird mir gleich beim Check-in klar gemacht.
Es ist 12:30 Uhr, der Koffer und die Schuhe noch im Auto, erklärt mir die Mitarbeiterin, dass ich bis zum ersten Termin noch eine Stunde Zeit habe, um in mein Zimmer zu kommen, das Auto zum Parkplatz am Rande des Geländes zu bringen und bei Bedarf Mittag zu essen. Dieser Bedarf ist auf jeden Fall da, also verschiebe ich das Auspacken auf später und stell meine Sachen nur kurz ab. Das Zimmer ist pragmatisch, praktisch eingerichtet. Atmosphäre kommt da nur auf, WENN man Bilder und Lichterketten eingepackt hat!😂 Ja, hab ich!
Das Mittagessen ist ernüchternd, doch es gibt keine Zeit länger darüber nachzudenken, denn die ärztliche Aufnahme wartet auf mich und die restlichen Neulinge. Der Altersdurchschnitt ist geschätzt 60+, aber es sind auch einige jüngere Gäste hier und im Warteraum mache ich mit zwei von ihnen Bekanntschaft. Wir unterhalten uns kurz und als ich zum Termin aufgerufen werde verabschiede mich mit einem „wir sehen uns“, denn um 16:30 Uhr findet die Infoveranstaltung für uns Neuen statt. Im Untersuchungsraum erfahre ich unter anderem, wer meine behandelnde Ärztin ist und dass ich in 45 Minuten meinen ersten Termin bei ihr habe. Wenn ich mich ranhalte, schaffe ich es den Koffer vorher noch auszupacken… gesagt, getan!
Es ist eine Punktlandung und ich lerne eine dreiviertel Stunde später die Oberärztin Frau Dr. Brüggemann kennen. Wir besprechen meine Reha-Ziele und die dazu passenden Therapien, als sie plötzlich meint, „huch, wir haben uns wohl etwas Zeit gelassen, sie haben jetzt gleich den Termin für die Sportberatung.“
Die Sporttherapie befindet sich natürlich auf der anderen Seite des Geländes und noch während ich mich frage, ob ich die Informationsveranstaltung noch schaffe, begrüßt mich die Sportberaterin. Wir sind uns aber schnell einig: Aerobic, Crosstrainer, Nordic Walking und weiter Muskelaufbau mit den Therabändern. Die Trainingsräume sind ähnlich wie die Zimmer hell, praktisch, aber nicht gerade einladend eingerichtet. Also länger als notwendig hält man sich hier nicht auf –  das könnte natürlich auch System haben.
Kurz darauf sitze ich wieder im Hauptgebäude und sammle weiter Informationen über meine nächsten drei Wochen hier. Vorträge, Tanzabende, kleine Konzerte, Dia-Vorführungen und Ausflüge – phuuu, dabei habe ich ja noch nicht mal meinen Therapieplan. Den soll ich morgen noch vor 08:00 Uhr morgens aus meinem Briefkasten nehmen…

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