26.09.2018

Mein erstes Mal – Rehabilitation

Morgen ist es nun soweit. Die lange Wartezeit hat ein Ende und ich  bin für drei Wochen in der Rehabilitationsklinik Schönhagen. Für mich ist dass das erste Mal! 😉 Eigentlich ist alles organisiert – Joshua hat Schulferien und kann so etwas mehr im Haushalt helfen, Fido kann mit Malte ins Büro und auch er wird sich in meiner Reha-Zeit für eine Woche Urlaub nehmen. Dennoch fallen mir die letzten Vorbereitungen schwer und ich fange ziemlich antriebslos an zu packen. Die Information, dass es nur zwei Waschmaschinen bei der Größe des Hauses gibt und ich mit Sicherheit viel Sport treiben werde, erleichtert mir die Entscheidung, welchen Koffer ich nehme. Es muss der Große sein! Kaum geöffnet liegt die erste Katze drin und ich merke, wie gerne ich meine Lieben mit einpacken möchte. Glücklicherweise ist Fido heute bereits mit Malte bei der Arbeit, denn er würde mich auf Schritt und Tritt verfolgen, damit ich ihn auf keinen Fall zurück lasse…. sie werden mir fehlen, meine Knutschkugeln, meine Kratzbürsten und meine Kuschelmäuse. Trotzdem bin ich auch froh, dass es jetzt los geht und ich den von der Klinik empfohlene Fön mit ruhigen Gewissen zu Hause lassen kann – was mein Koffer und mein Pubertier sicherlich danken werden. Da ich selber mit meiner Mini-Kutsche fahre, muss ich mir beim Thema Schuhe ebenfalls keine Gedanken machen: Turnschuhe, Badelatschen, Hausschuhe, UGG´s und die Abends-mal-Essen-gehen Schuhe können alle mit! Selbst meine Gummistiefel sind noch eine Option. 😉

Neben den ganzen Klamotten und Kosmetikartikel muss ich ebenfalls Medikamente, die ich unabhängig von der Krebserkrankung zu mir nehme, für die ganze Reha-Zeit mitnehmen. Die Hagebutten-Kapseln gegen Gelenkschmerzen, „remiFemin“, das ebenfalls pflanzliche Arzneimittel bei Wechseljahrsbeschwerden, Vitamin D und die Magenschoner müssen mit. Die Schlaftabletten kann ich aber zu Hause lassen, denn die habe ich nun endlich seit 5 Tagen abgesetzt! Erst kürzlich gab es einen TV Beitrag über die großzügige Verschreibung von Einschalfhilfen. Dabei wurde ebenfalls über das Medikament Zopyclon 7,5 berichtet, welches ich seit Beginn meiner Erkrankung nahm und leider klar abhängig macht. Doch während meiner Chemotherapie, sowie während der ersten Zeit danach, habe ich mich ganz bewusst für die Schlaftabletten entschieden, denn meine „tanzenden Affen“ im Kopf hätten mich kaum schlafen lassen. Auch wenn die Wirkung in den vergangenen Wochen deutlich nachließ, habe ich die Dosis nicht erhöht und darum ist bereits nach wenigen Nächten kaum ein Unterschied mehr zu merken. Ich schlafe leider nicht wirklich gut, aber auch nicht mehr schlechter als mit dem Medikament.

Meine nächsten Ziele, und damit die für die Reha, sind: weniger Gelenkschmerzen oder der Umgang damit, einen erholsamen Schlaf, entspanntes Kochen und im Abschlussbericht die Empfehlung für eine anschließende, berufliche Rehabilitation (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben). Damit hätte ich später sicherlich eine bessere Chance in ein für mich passendes Berufsfeld einzusteigen und wäre damit auch wieder in den Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherungen.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und freue ich jetzt schon euch über lustige, Situationen, eigenartige Personen und schöne Momente zu erzählen!

PS: Heute war ich kurz in der Tagesklinik um ein Formular abzuholen und musste an Mandy, meine liebe Krankenzimmer-Freundin und die Schnuggi´s denken –  „wie es ihnen wohl geht“?

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