22.02.2018

Krankehaus, die Welt drinnen und die Welt da draußen.

Schon im Laufe des Vormittages hörte man auf dem Flur, dass heute viel los ist. Einige Neuzugänge kommen auf die Station und das gesamte Personal trägt jetzt Mundschutz wegen der vielen, grippalen Infekten und ein übler Magen-, Darmvirus soll auch die Runde machen.

Meine Bettnachbarin darf heute mit all ihrem Besuch nach Hause gehen. Für mindestens eins bis zwei Stunden kam täglich ein Teil der Familie vorbei, brachte etwas selbstgerechtes zu essen mit und informierte über die aktuellen Geschehnisse von zu Hause. Ständig darauf bedacht nicht zu laut zu sein aber auch mit der notwendigen Ausdauer. 😉

Es ist für viele sicher ungewohnt wenn Onkel, Tante, Bruder, Schwester und Kinder regelmäßig ihre Lieben in einem Krankenzimmer besuchen. Aber ist es nicht auch schön so aufgefangen zu werden? Ein Teil des normalen, täglichen Treibens zu bleiben? Ich stelle mir Generationen übergreifendes Wohnen bestimmt nicht leicht vor. Doch könnte es für manche hilfreich und vor allem für die „Alten“, die noch ein wenig mithelfen können, so viel würdevoller, lebensfroher und schöner sein.

Ich mochte sie, meine Ex-Nachbarin! Nach dem kleinen Spaziergang um den Krankenhaus Teich, wird am späteren Nachmittag eine ältere Dame zu mir auf das Zimmer gelegt.

Es ist Rosi, die Oma eines Schulfreundes von Joshua, der in eine Parallelklasse seiner Schule geht. Das allerdings habe ich erst erfahren, nachdem wir uns mit einem offenen „hallo, wer bist du und warum bis zu hier“ Gespräch kennen gelernt haben. Hallo, kleine, runde Welt!

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