17.03.2019 das Leben ist ein Buch…

Was hatten wir für eine tolle Reise mit schönen Begegnungen, auf einem wirklich tollen Schiff. Bleiben werden aber vor allem die vielen schönen Mama-Sohn Momente!
Gemeinsam haben wir Neues entdeckt, sind vielen und wundersamen Menschen begegnet und haben noch mehr gelacht. Als alte „AIDA Hasen“ fühlten wir uns vor allem im Theatrium wie zu Hause. Dabei die vielen ehemaligen Arbeitskolleginnen und Kollegen bei der Einarbeitung der neuen Cast zu treffen, war wie eine kleine Zeitreise. Dabei wurde ich von Josh daran erinnert, wie selbst kleine Augenblicke den Grundstein für ein ganzes Leben bilden können. Wäre ich als Teenager damals nicht beim Jazzdance-Kurs der Schule geblieben, obwohl meine Zwillingsschwester ausstieg, wäre ich später vermutlich nicht Tänzerin geworden, und somit würde es diese Reise für uns vielleicht gar nicht geben…😃 Das macht wieder klar wie wichtig es ist achtsam zu sein, zu hinterfragen: „was will ich wirklich?“ und darauf zu vertrauen die richtige Entscheidung zu treffen.
Ich glaube fest daran, dass wir oft eine zweite Chance bekommen. Doch manchmal ist es auch wie an Bord: bestimmten Passagieren (oder Dingen) begegnest du immer wieder, andere wiederum siehst du nur ein einziges Mal und dann nie wieder.
Wenn ein Schiff ablegt und langsam den Hafen verlässt, verlassen wir mit ihm den sicheren Boden unter unseren Füßen und lassen den Ort, Menschen und Geschehenes hinter uns. Wenn es dann auf das große, weite Meer hinaus geht, der Wind aufkommt, der dir ins Gesicht weht, kribbelt es im Bauch und du spürst, dass eine neue Reise beginnt. Eine Reise, von der du nie genau weißt, was dich erwartet – es ist das Gefühl von Abenteuer und Freiheit! „Das Leben ist ein Buch und wer nicht reist, ließt davon nicht eine einzige Seite “. (Augustinus Aurelius)
Geht eine Reise dann zu Ende, ist es immer ein Abschied, aber auch der Anfang von etwas Neuem, dem wir nun mit den gewonnenen Erfahrungen begegnen können.
Mir ist dabei wieder einmal bewusst geworden, wie bedeutend es ist Ziele zu haben und der Weg dahin bereits ein Teil des Zieles ist. Das einzig Wichtige ist, den Weg von Herzen und mit guten Absichten zu gehen.
Nicht wirklich die besten Absichten hatte ich in Bezug auf die Ernährung. Wie Josh es beschreiben würde, gab es den „geilen Scheiss“ 24/7 auf dieser schwimmenden Kleinstadt. Also nehme ich neben den vielen schönen Momenten auch mindestens zwei Kilo Hüftgold und zusätzlich leider eine Erkältung mit! Da mein nicht enden wollender, innerer Sommer mich weiter begleitet, was sich in Kombination mit der Klimaanlage an Bord nur suboptimal auswirkt… aber wer jammert denn schon über einen Schnupfen?!?😉
Mit einem sehr dezent gebräunten Teint starten wir morgen in einen neuen Abschnitt unseres Lebens. Ich beginne meinen neuen Job und der Sohnemann vermutlich in seine letzten Monate als Schüler. Schon durch die etwas turbulente Zeit in den vergangenen Wochen und mit der Kreuzfahrt rückte meine Krebserkrankung immer weiter in den Hintergrund. Sie ist allgegenwärtig und doch immer weniger präsent. Da sind noch die Gelenkschmerzen, die Schweissausbrüche, die Chemolocke und natürlich die Erinnerungen. Sie ist ein Teil von mir und von uns als Familie geworden, mit der wir heute glücklicher Weise sehr gut leben können.

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