17.07.2018

Himmel, Arsch und Zwirn, jetzt han i no de Schuderi!

Das Mitbringsel aus der Schweiz ist diese blöde Erkältung, die mich weiterhin in Schacht hält… von den Halsschmerzen zu einer echten Schnupfnase, entwickelt sie sich darauf weiter zu einer Bronchitis, wobei jedes Husten schmerzt und der Kopf dabei lustig mit dröhnt… Ihr könnt euch nicht vorstellen wie endgenervt und deprimiert ich gerade darüber bin!!!

So gefreut habe ich mich auf die Zeit nach den etwas doofen Nebenwirkungen der letzten Chemo. Wie ich mich täglich besser, kräftiger und mit Sport wieder stärker und ausgeglichener fühle, damit ich in einem verhältnismässig gutem Zustand in die eventuell noch anstehende Bestrahlung gehen kann – und jetzt?!? Liege ich so flach, wie selten während der letzten Monate, weil der Infekt mich auch ohne Fieber schwächt und leider auch demotiviert.
Das ist doch zum Haareraufen (die ich weiterhin nicht habe), zum Kotzen und zum Heulen!!! Oh man, das musste jetzt mal raus…

Am allermeisten ärgere ich mich ja über mich selbst! Weil ich so unachtsam am vorletzten Abend in Zürich freundschaftlich vertraut mir ein Gläschen mit meiner lieben Freundin Doina geteilt habe. Dass sie mir zwei Tage davor schon erzählte, dass sie sich leicht erkältet fühlt, habe ich schlicht vergessen…. den Rest der Geschichte kennt ihr schon. 😉

So oft habe ich einen Mundschutz getragen. Teilweise zur Sicherheit der Mitpatienten oder beispielsweise während dem Einkauf, zum Schutz für mich selbst. Ständig habe ich eine kleine Handdesinfektion in der Tasche und nutze sie nachdem ich an öffentlichen Orten war oder wenn ich in die Tagesklinik gehe – nie habe ich mir einen Infekt eingefangen. Allerdings habe ich seit meiner Erkrankung auch nie mit jemandem das Glas geteilt…. wie heißt es so schön, „geteiltes Leid ist halbes Leid!“  Hab dich lieb meine Diva!

Damit ist genug gejammert! Das ist sowieso nicht meine Art. 😉 In den vergangenen zwei, drei Tagen kreisen meine Gedanken auch ständig zwischen Hoffnung und Unsicherheit. Durch die bevorstehenden Ergebnisse von MRT und CT wird mir bewusst, wie geprägt mein Unterbewusstsein von „ach, mach dir nicht zu viele Hoffnungen, du könntest enttäuscht werden“, ist. Ich bin und möchte kein Kontrollfreak meiner Gedanken sein, will aber meinen Ängsten dennoch Paroli bieten und bin dadurch (auch ganz ohne Drama) hin- und hergerissen.

Ob nun krebskrank oder nicht, vermutlich gibt es tausende von Situationen, in denen wir uns so fühlen und die Kunst dabei die Balance zu finden, ist gar nicht so leicht!

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