16.04.2018

Kurz vor der Halbzeit-Krise

Wenn ich wünschen könnte, wäre eine kurze Pause von der Krankheit jetzt ganz schön! Körperlich hat mich die dritte Chemotherapie leider viel Kraft gekostet. Auf einen Schlag wird mir schnell schwindelig, plötzlich auftretende Schweißausbrüche, viele Dinge fallen mir auf einmal schwer,  die ich vor einigen Tagen noch einfach gemacht habe. Das nervt und schlägt mir auf die Stimmung!  Es ist fast so, als ob jemand in mir auf den Knopf „traurig“ gedrückt hat. Ich habe einen Durchhänger, bin lustlos, leicht reizbar und entsprechend schlecht gelaunt – oder kriege ich vielleicht auch noch die Wechseljahre?!? Mit knapp 48  (gefühlten 28) fühle ich mich spontan noch nicht bereit dazu! Allerdings wäre es durch die Chemotherapie durchaus möglich: Hitze, Zicken, Zanken, Müde, Prüde, Psycho! 😉

Obendrein ist das erstes CT, seit Beginn der Chemotherapie, bald fällig und das macht mich zusätzlich nervös. Immer wieder geht mir durch den Kopf, „hat die Therapie die gewünschte Wirkung und was ist wenn nicht?“ Der Gedanke an meine Lieben lässt mich natürlich nach vorne schauen und kämpfen. Ein Wort welches ich, durch den Zusammenhang mit Krieg, Waffen und Gewalt, für meinen Weg wieder gesund zu werden, nicht unbedingt verwenden wollte. Aber je schwächer der Körper wird, je schwerer die täglichen Dinge fallen, je mehr wird daraus nun doch auch ein gefühltes kämpfen. Ja, und da sind sie wieder, die alten Bekannten, die sich einschleichen, um ein mieses Gefühl zu hinterlassen, die Ängste…

Doch da werde ich von meiner ehemaligen Krankenzimmer-Mitbewohnerin an etwas wichtiges erinnert: Was sagen wir in solchen Situationen? „Fuck it! Lossagen, entspannen und glücklich sein!“ 🙂 Danke Mandy!

Um wieder positiv zu sein und auch zu bleiben, hilft es ja auch, sich etwas Gutes zu tun. Also nehme ich ein schönes Schaumbad, mache ein leckeres Omelett mit Spinat (wg. Blutbildung und so)  und knuddeln mit einer dicke Umarmung mein Pupertier!

 

 

2 Antworten auf „16.04.2018“

  1. Ich denke ich würde auch einfach versuchen mich zu entspannen und los lassen.Ich fühle mich nicht in die Position was zu empfehelen , denn ich habe deine Erfahrung nicht gemacht, aber allgemein, wenn man mit einer Krankheit dealen müss,sollte die güte Buddha Lehre folgen und auf seiner Körper hören und ihn verwöhnen und die Zeit und Ruhe geben, damit er seinen Kampf meistern kann. Ich baue weiter meine Schwäne😘

    1. Hallo Elena, ganz lieben Dank für deine Nachricht! Ich versuche die Dinge anzunehmen wie sie sind und mache das Beste draus. Deinen Tipp für die Meditation bin ich nachgegangen. Leider ist mein englisch nicht mehr so gut und eine deutsche Übersetzung gibt es nicht. Hoffe es geht dir gut! Ganz liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.