15.03.2018

Der dritte Tag in Folge geht es mir wirklich, richtig gut! Ich bin voller Tatendrang und neben dem aufregenden „ich warte nicht bis mir die Haare büschelweise ausfallen“-Ereignis von gestern Vormittag, stand nachmittags ein Gesprächstermin in der Tagesklinik an. Hier werde ich meine weiterführende Chemotherapie erhalten. Das Gespräch mit meiner neuen Ärztin war in Bezug auf meine Erholung und meine Werte nach der ersten Chemo sehr positiv. Dann, in einem Nebensatz erwähnte sie, dass ich wohl doch eine kleine Risikopatientin bin, bei der die Lympherkrankung so weit fortgeschritten ist, dass es Organe und den Kopf befallen haben könnte. Mit den Worten „wir müssen mal schauen ob wir vielleicht noch etwas für ihren Kopf machen müssen“, informierte sie mich gleich weiter darüber, dass das Risiko jedoch nur bei maximal 10% liegt. Aus diesem Grunde und weil meine Medikation zur Zeit so hoch ist, wird jetzt auf jeden Fall nichts in die Richtung unternehmen.

Genau in diesem Moment kam sie über den Rücken gekrochen und verursachte nur ganz kurz, ein heißes, unangenehmes und drückendes Gefühl  im Nacken – die Angst, die ich sofort verscheuchte, denn es ging gleich weiter mit Terminvereinbarungen für die anstehende Chemo und den dazugehörigen Informationsformularen…

Und  genau jetzt, während  ich diese Situation beschreibe, schleicht sie schon wieder ganz still und leise durch meinen Körper…“ Das ist kein gutes Gefühl und jeder kennt „sie“, aber die Angst ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes, denn sie hält uns beispielsweise davon ab im Zoo bei einem Gorilla ins Gehege zu steigen um ihm die Banane zu klauen, bloß weil wir in diesem Augenblick Heißhunger auf Banane haben! 😉 Wie mit vielen Dingen ist es eine Frage der Dosierung.  Mit einer bewussten Atmung,  einer kleinen Entspannungsübung und dem Ziel vor Augen, dass ich mit meinen Jungs in den kommenden Sommerferien krebsfrei zu meinen Lieben nach Zürich fahre werde,  lässt mich als Gewinnerin aus dieser Situation gehen!

 

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