13.08.2018

Das Lebensdingens

Das erste Mal die Augenbrauen zu zupfen fühlt sich ein wenig wie ein Schwerverbrechen an! Da spriessen sie endlich, die kleinen Härchen, aber im Gesicht herrscht schließlich immer noch Zucht und Ordnung! Vor allem, weil die Brauen sehr dunkel nachwachsen, auf dem Kopf jedoch zur Zeit maximal heller, ganz feiner Flaum zu sehen ist, erinnert mich diese Tatsache irgendwie an Theo Waigel…  🙂 zusätzlich erinnern mich leider seit bald drei Wochen blöde Gelenkschmerzen noch an ein Alter ab 70 aufwärts. Kaum sitze oder liege ich fünf Minuten, quälen mich schmerzende Gelenke sobald ich wieder aufstehe und mich bewege. Alter, damit erhält der Ausdruck „wenn es mal nicht rund läuft“ bei mir eine neue Dynamik. Wenn ich nach einer weiteren Minute wieder „angelaufen“ bin, geht’s. Dennoch reduziere ich das Training aktuell auf maximal zweimal die Woche und versuche vor dem entscheidendem Gespräch, diesen Donnerstag, noch einen Termin für eine Blutuntersuchung zu erhalten.

Die Hoffnung, dass ich ohne weitere Zweifel um eine Bestrahlung herum komme, ist groß. Trotzdem krabbeln immer wieder kleine Zweifel und die Angst vor der Enttäuschung hoch – nur noch drei mal schlafen, dann haben wir Gewissheit!
Auch wenn es jetzt noch etwas früh ist, habe ich mich auf eine Anzeige eines Tierschutzvereins gemeldet, die eine Verstärkung für ihr Team suchen. Bei der Verwaltung für die Vermittlung von Hunden und Katzen würde ich wirklich sehr gerne helfen. Das ist eine Herzensangelegenheit, doch ist ein Einstig in eine neue Tätigkeit erst nach der dreiwöchigen, medizinischen Reha  sinnvoll und auch dieser Termin steht ja noch aus. Trotzdem motiviert der Gedanke mich in der Arbeitswelt schon einmal ein wenig umzusehen. Spannend ist vor allem, dass ich heute die Gelassenheit besitze nicht mehr nach einer „Erfüllung“ im Job suchen zu müssen. Wenn mich das Arbeitsthema interessiert, ich die Aufgaben zeitlich mit meiner Familie und den Haustieren vereinbaren kann, freue ich mich einfach darüber mal wieder ein par Kröten zu verdienen und Neues kennen zu lernen. 😉

Apropos Neues: Mein Liebster hat mich ausgeführt – das erste mal dieses Jahr war ich SHOPPEN! Das mag für einige unvorstellbar klingen, aber ich war auch vor meinem Krebschen so gar nicht die Shoppingqueen. Aber ich habe es so genoßen mit meinem Göttergatten mir was Schönes für drunter und drüber zu gönnen, dass ich auch jetzt, während dem ich schreibe, grinse wie ein Honigkuchenpferd!

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