07.03.2018

Tagesereignis: Port Implantat, 09:00 Uhr!

Wieder eine Unbekannte, die mir heute begegnen wird. Die Worte des Informationsgespräches wiederholen sich wie eine kleine, innere Gebetsmühle zur Beruhigung. „Ein kleiner, operativer Eingriff, unter die Haut, im Normalfall ca. 20 Minuten, lokale Betäubung, ambulanter Aufenthalt, maximal 2 Stunden, vereinfacht die Zuführung der Chemotherapie per Infusion.“

Ich bin leider sehr schlecht vorbereitet… Ohne Frühstück, mein Datenvolumen ist aufgebraucht und zwei Stunden später bin ich nervlich so angeschlagen, dass ich jeden anpöbeln könnte – ja, ich!!! Jetzt wird noch eine russische Mama hereingerollt, begleitet von Ehemann und Pfleger, da sitzen wir schon zu viert im Zimmerchen und ich weiß überhaupt nicht wohin mit mir ;-(

Inklusive Pfleger wird russisch gesprochen. Doch ich höre raus, dass auch ihr gerade einen Port implantiert wurde. Also spreche ich sie kurzum an:

„Port?“ Sie antwortet „ja, ja, muss! Arzt sagt keine andere Möglichkeit, wenn will gesund werden.“ Ich lächle sie an und antworte ihr, „ja, ich auch.“

Nur wenige Minuten unterhalten wir uns so mit Händen und Füßen über Krankheit, Kinder und unsere Wünsche. Und diese kurze Begegnung reicht aus für eine kleine Abmachung und ein gefühltes „high five“. Wir wollen Omi’s werden!

Meine Beruhigungs-Strategie während ich auf das Taxi wartete hat geholfen. Die Gesprächsfetzen aus dem Informationsgespräch (ohne Beipackzettel) treffen sicherlich alle zu. ABER welche Auswirkungen es auf meinen Körper hat und welche Einschränkungen ich in den folgenden zwei bis drei Tagen haben werde, das habe ich wirklich unterschätzt!

Merke: Es ist eine OP! Ruhe und Schonung in den nächsten Tagen sind einfach notwendig für eine gute Wundheilung.

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