07.01.2019 Koffer packen

Nach wunderschönen, ruhigen und gemütlichen Tagen wird heute bei vielen wieder angepackt und bei mir mal wieder Koffer gepackt! Zwei bis drei Wochen Reha in Clausthal-Zellerfeld stehen ab morgen auf dem Plan. Trotz der bereits vor kurzem  durchgeführten Reha besteht die Rentenversicherung darauf. Warum und wie das sein kann? Weil ich bei der Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Weiterbildungen) beantragt habe und nun überprüfen werden soll, ob ich die persönlichen (gesundheitlichen) Anforderungen dafür erfülle. Weil die erste medizinische Reha automatisch über einen Träger der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung ging, die extra und ausschließlich für onkologische Rehabilitationsmaßnahmen ins Leben gerufen wurde, interessiert das die Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See trotzdem nur wenig, bis gar nicht.  Wirklich verstehen tue ich das alles nicht und umso neugieriger bin ich auf den Beratungs- und Informationstermin Ende Januar, bei dem mir hoffentlich ein Licht aufgeht.

Natürlich gibt es Schlimmeres und es hat viel Gutes sich noch einmal nur auf sich konzentrieren zu können, aber ich lasse meine Lieben nur ungern schon wieder alleine. Also packe ich die Koffer und fahre diesmal mit der Bahn zum Rehazentrum Oberharz, in den angekündigten Schnee. In der Hoffnung, dass die Nächte diesmal erholsamer werden, kommen neben Mützen und Handschuhen diesmal auch mein Nackenkissen und der Schlaftee mit. Auf einen Besuch von Malte, Josh und Fido muss ich diesmal leider verzichten und auch die Lichterketten für eine gemütlich Atmosphäre im Zimmer muss laut Hinweis der Klinik zu Hause bleiben. In Vorbereitung habe ich mich schon einmal mit den Therapieangeboten auseinander gesetzt. Neben der üblichen Sport- und Physiotherapie, gibt es die Psychologische- sowie die Ergotherapie, in der auch Konzentrationstraining angeboten wird. Da wird ein Schwerpunkt meiner Ziele sein. Denn seit mir nach kurzer Zeit beim lesen das Buch fast aus den Händen-, oder mein Kopf beinahe auf die Tastatur fällt, weil mich eine Art Sekundenschlaf überkommt, gibt es da erhöhten Trainingsbedarf! Aber auch meine kleinen, mal etwas größeren, psychologischen Achterbahnfahrten möchte ich besser und schneller bewältigen können. Gerade erlebe ich wieder eine Phase in der mir jedes körperliche Kinkerlitzchen Sorge und Angst macht.  Doch meine größte Hoffnung gilt einer Ärztin/Arzt, der oder die Verständnis für meine Anliegen hat und mich in diesen nach Möglichkeit unterstützt.

Schon ein wenig aufgeregt freue ich mich natürlich auch auf neue, schöne und hoffentlich lustige Geschichten von denen ich berichten kann.

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