03.02.2019 morgen ist Welt-Krebstag

„Freu dich nicht zu früh!“ oder „Je höher du fliegst, desto tiefer fällst du.“ Was für schwachsinnige Aussagen, aber leider auch bei mir seit Kindertagen ganz tief verankert. Da freue ich mich über die guten Ergebnisse der Nachsorgeuntersuchung und ZACK, kommt der Gedanke, wie es wohl beim nächsten Mal aussehen wird. „Ich bin geheilt“, traue ich erst gar nicht auszusprechen – denn wer weiß…
Sicher kennt ihr das auch. Ganz viele Menschen haben das schon automatisch und super drauf. Wir machen beispielsweise einen romantischen  Strandspaziergang mit unserem Liebsten und denken an den überfüllten Schreibtisch bei der Arbeit. Wir freuen uns über die Einladung zum Bewerbungsgespräch und ermahnen uns gleichzeitig erstmal abzuwarten und wenn man uns früh genug Bescheid sagt, sind wir auch spontan!😉 Wir freuen, genießen, leben und  lieben reduziert, damit es hinterher vielleicht nicht so weh tut. Das Prinzip der angezogenen Handbremse! Ob wir später mal auf unser Leben zurück blicken und froh darüber sind auf Sparflamme gelebt zu haben? Hauptsache auf Nummer sicher?
Unter dem Motto „ich bin und ich werde“ ruft die Welt-Krebsorganisation (UICC) dazu auf, sich über die Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung zu informieren. Denn: Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 500.000 Menschen neu an Krebs. Laut Homepage der Deutschen Krebshilfe schätzen Experten, dass etwa die Hälfte dieser Krebsfälle durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnte. Dazu gehört ein rauchfreies Leben, regelmäßige Bewegung und ein normales Körpergewicht, ein geringer Alkoholkonsum, ausreichender Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne sowie ein Verzicht auf Solarienbesuche.  Ehrlicherweise muss dazu gesagt werden, dass gemäß den Experten, die ich während meiner Krebslaufbahn kennen gelernt habe, 80 Prozent reiner Zufall ist, ob du an Krebs erkrankst oder nicht. In meinem Leben habe ich seitdem einiges umgestellt – das Wichtigste: bewusster zu leben!
Keiner von uns weiß, was morgen ist und das ist gut so. Doch wenn wir immer darauf bedacht sind uns zu hüten, uns zu sorgen und das Morgen zu planen, verpassen wird das wirklich Gute – den Moment. Das mit dem Fliegen und dem Fall mag zwar physikalisch stimmen, aber schon mal darüber nachgedacht wie es wäre, wenn „je größer die Freude, desto geringer das Bedauern“ zu unserem Motto gehörte? Das fühlt sich doch wesentlich besser an!
Darum tu ich es: ich sage, ich rufe und ich singe (auch wenn es scheiße klingt) den ganzen Tag, ICH LEBE! Manchmal auch in meiner eigenen Welt. Doch das ist ok, denn man kennt mich dort…

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