02.08.2018

Happy, happy,

vor fünf Monaten startete ich in die erste Cheotherapie und zur Feier des Tages muss ich ab heute auch (erstmal) KEINE Medikamente mehr einnehmen! Tschüss Antibiotika & Co., hasta la vista Baby! 🙂 Ohne die Gewissheit, dass die kleinen Krebs-Scheißerchen auch sicher alle weg sind, starte ich doch mit einem etwas komischen Gefühl in eine chemiefreie Zeit. Sollte das PET CT Ende des Monats doch zeigen, dass noch eine Bestrahlung notwenig ist, gehe ich immerhin erholt und gestärkt in die Röhre, denn jetzt kann der Körper sich weiter regenerieren.

Da ich an Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer einiges nachzuholen habe und mein Immunsystem erstmal wieder aufbauen muss, beinhaltet mein Wochenziel mindestens 2 – 3 Trainingseinheiten. Die Fitnessübungen mit den Therabändern sind simpel, effektiv und können beinahe überall durchgeführt werden.  Mein aktueller Muskelkater zeigt mir, dass es voran geht. 😉 Zusätzlich steht seit kurzem ein kleines Trampolin bei uns im Wohnzimmer. Mit leichtem Schwingen und Marschieren wird das Lymphsystem aktiviert und unterstützt einen besseren Lymphfluss. Denn anders als bei der Blutzirkulation hat das Lymphsystem keine Pumpe die dabei hilft.

Ganz zögerlich wachsen nun auch die ersten Härchen wieder und prompt habe ich letzte Nacht davon geträumt: an einem dieser warmen Tage, wir waren irgendwo am Hafen, dabei trug ich ein hübsches, trägerloses Sommerkleid und wir wollten vermutlich nett essen gehen. Als es mich unter den Armen kribbelte, schaute ich nach und da war ein kleiner, schwarzer Busch!!! :-))) Heute morgen allerdings war noch nichts zu sehen und somit bin ich von notwendigen Haarentfernung noch weit entfernt! Also wird der kleine Balkonpool weiter mein Genießer-Örtchen, damit die Tage des Wartens bald und so gut wie möglich überstanden sind.

Auch wenn sich zwischendurch die kleine, fiese Angst wieder behaupten und in mir breit machen möchte, sie mich drückt und in den Bauch kneift, versuche ich mich nicht zu sehr von ihr beeindrucken zu lassen. Die Angst mag eine nicht so beliebt Besucherin sein, allerdings lässt sie uns achtsam sein und warnt uns vor. Es ist eine Frage der Dosierung – Kurzbesuch ja, Daueraufenthalt nein! Also sage ich kurz „Hallo“, wenn ich sie bemerke, zeige ihr als „Hausherrin“ aber auch bald wieder die Tür nach draußen. Dabei hilft mal ein ehrliches Gespräch mit dem/r Partner/in oder Freund/in über diese Gefühle, eine Entspannungsübung, lesen oder etwas zu unternehmen.

Auch ich lese mir eben noch einmal den Artikel in der Laura durch und bin dabei so stolz auf Joshua, wie er als Jugendlicher mit dieser schwierigen Situation umgeht und solche Dinge wie das Fotoshooting mitmacht! Der Bericht hat wohl auch der Redaktionsleitung so gut gefallen, dass dieser auch noch in der Bella am 15. August 2018 erscheint. Finde ich super!

Und tschüss Angst, hasta la vista Baby!

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